Leitbild - CSD Bregenz PRIDE

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LEITBILD

Das Leitbild des CSD Bregenz hat seine Wurzeln in Artikel 1 der
im Anschluß an den Gräuel des 2. Weltkrieges entstandenen
Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen.

Der CSD Bregenz tritt, in der festen Überzeugung, dass es für das allgemeine Wohl der Gesellschaft förderlich ist, wenn sich unterschiedliche Lebensgestaltungen respektieren und akzeptieren und einander mit gegenseitiger Achtung begegnen, für ein friedliches Miteinander in unserer Gesellschaft ein. Wenn sich Menschen, egal welcher Herkunft, ethnischer oder religiöser Zugehörigkeit, sexueller Identität oder Orientierung, egal welchen Geschlechtes oder welcher Geschlechtsidentität, mit Respekt, Wertschätzung und gegenseitiger Achtung freundschaftlich begegnen, entstehen in unserer Gesellschaft wertschätzende Dialoge und nachhaltiger Friede. Der Christopher Street Day Bregenz möchte Brücken bauen, um Begegnungen und Dialoge zu ermöglichen.

Die Abkürzung "CSD" steht für uns dabei einerseits für das Gedenken an die Aufstände von 1969 in der Christopher Street in New York, andererseits stehen diese drei Buchstaben auch für unsere wichtigsten Fundamente: "Community, Solidarität und Diversität", denn was uns vereint (=Community) sind unsere Solidarität untereinander und mit anderen Minderheiten in unserer Gesellschaft. Dabei sind wir uns der Unterschiedlichkeit (=Diversität) der Menschen bewußt und sehen diese als Stärke menschlicher Gesellschaften.
ZIELE
des "Christopher Street Day Bregenz":

- Förderung von Akzeptanz und Toleranz gegenüber LGBTI* und queeren Menschen;
- Förderung von Akzeptanz und Toleranz untereinander innerhalb der LGBTI* und queeren Community;
- mit Öffentlichkeitsarbeit für mehr Sichtbarkeit der LGBTIQ*-Community sorgen;
- öffentliche Veranstaltungen, wie den CSD, für LGBTIQ*+Friends organisieren und damit
- die Interessen und Anliegen der LGBTIQ*-Community nach außen transportieren;
- Brücken zwischen unterschiedlichen Anschauungen bauen und damit wertschätzende Dialoge ermöglichen;


LGBTIQ* = Lesbisch, Gay (schwul), Bisexuell, Transsexuell/Transgender, Intersexuell, Queer
der * steht für alle weiteren, nicht aufgezählten sexuellen Identitäten oder Orientierungen
GESCHICHTE

Christopher Street Day (CSD)

Verschiedene sexuelle Orientierungen und Identitäten sind heute längst keine große Neuigkeit mehr und Jung und Alt trauen sich mehr und mehr, zu sich selbst zu stehen und damit ein - ihrer Identität entsprechendes - glückliches Leben zu leben. Das war nicht immer schon so. In einer Juninacht im Jahr 1969 nahm ein langer Weg seinen Anfang: Wir sind in der Christopher Street im New Yorker Greenwich Village. Als dort, wie so oft bereits davor, Homosexuelle, Transsexuelle, Drag Queens, …ja einfach Männer und Frauen die anders lieben, einmal mehr durch die Polizei in der Bar "Stonewall Inn" schikaniert, diskriminiert, beleidigt und gedemütigt wurden, erhoben sie sich gemeinsam gegen die Polizeigewalt und wehrten sich erstmalig in größerem Stil gegen die Art und Weise, wie sie behandelt wurden. Sie gingen in der Folge mehrere Tage lang auf die Straßen und demonstrierten sichtbar und lautstark gegen ihre Diskriminierung. Diese Demonstrationen wurden im Laufe der Jahre zu einer weltweiten Bewegung mit Demonstrationszügen, Paraden, Festen und Partys in beinahe sämtlichen größeren und vielen kleinen Städten der Welt. Diese Paraden und Feste sind weltweit bedeutende Symbole für Akzeptanz, Toleranz und Gleichberechtigung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans, intersexuellen oder queeren (LGBTIQ*) Menschen geworden. Sie nennen sich - in Erinnerung an die Aufstände von 1969 in der Christopher Street in New York - heute vielerorts "CSD" (Christopher Street Day).

Die historisch erste „Regenbogenparade“ fand in Vorarlberg erst im Jahr 2016 (Jahrzehnte nachdem es bereits in Wien, Graz, Linz und Innsbruck derartige Paraden gab) statt.  LGBTIQ* Personen gingen, nach dem schrecklichen Attentat in einem Club der LGBTIQ* Szene in Orlando (mit 49 Toten und über 50 zum Teil Schwerstverletzten Menschen), in Bregenz in die Öffentlichkeit um auch im Ländle ein klares Zeichen für menschliche Vielfalt, Akzeptanz und Toleranz und gegen diese Gewalt zu setzen. Mit enormer Solidarität und großem Engagement wurden sie dabei von vielen Menschen unterstützt, die einfach dabei waren, weil auch sie sich, ungeachtet ihrer eigenen sexuellen Identität oder Orientierung, gegen Gewalt, Diskriminierung und für Akzeptanz einsetzen.
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