EHE GLEICH Bürger*inneninitiative - Verein Vielfalt - Verein zur Unterstützung und Vernetzung von LGBTIQ+ und Regenbogenfamilien

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Parlamentarische Bürger*inneninitiative EHE GLEICH!

Derzeit rund 40.600 (!!!) Unterstützungserklärungen
auf der Homepage des österreichischen Parlaments

plus über 14.400 Unterstützungserklärungen
auf Papier - ergibt zusammen rund

55.000 (!!!) Unterstützungserklärungen

für die Eheöffnung
für gleichgeschlechtlich liebende Menschen in Österreich...

...und täglich werden es mehr!!!

...angeregt und initiiert vom Verein



...eine Initiative des


Die Initiative wird unterstützt und getragen von 40 Vereinen,
Organisationen und Institutionen aus ganz Österreich!
hier gehts zu den Presseberichten
Politische Reaktionen auf die
parlamentarische Bürgerinitiative EHE GLEICH!
Im Mai 2015 hat Verein Vielfalt Obmann Sven Alexander Hofer die Bürgerinitiative EHE GLEICH beim RKLambda angeregt und initiiert:

"Grossartig, dass sich daraus eine so wichtige und breite Initiative mit so einer grossen Unterstützung durch die Bevölkerung entwickelt hat. Auch ist grossartig, dass sich endlich ein Politiker nach dem anderen, inklusive unseres Herrn Bundeskanzlers Kern, öffentlich und klar zur Gleichberechtigung aller Menschen bei der zivilen Ehe bekennt."  (Sven Alexander Hofer, Obmann Verein Vielfalt)


Grund zu dieser Aussage hat Obmann Sven Alexander Hofer derzeit genug, bekennen sich doch immer mehr Österreichische Politiker offiziell zur Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare und damit zur Öffnung der zivilen Ehe! Zuletzt Bundesratspräsident Mario Lindner (SPÖ) in einer Presseaussendung über die APA:

„Die Bevölkerung ist heute schon weiter als die Politik und es wird höchste Zeit, diesen Abstand endlich aufzuholen. Die Menschen erwarten sich von uns Taten statt endloser Debatten“, unterstrich Lindner. Die Zeit des Verhinderns und Aussitzens muss vorbei sein. Es gehe in dieser Frage schließlich nicht um die Besserstellung einer einzelnen Bevölkerungsgruppe, „sondern um gleiche Rechte für alle Familien in Österreich“.

(Foto mit freundlicher Genehmigung des
Bundesratspräsidenten Mario Lindner)
"Vielfalt, Offenheit und Toleranz - das ist das Leben im 21. Jahrhundert. Diskriminierung darf in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr haben. Am stärksten ist unsere Gesellschaft, wenn alle gleich an Chancen und Rechten sind. Die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare ist hoch an der Zeit."
Mag. Christian Kern, Bundeskanzler  

(Quelle: RKLambda)
"Der Herr Bundesminister für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz und das Ministerium bekennen sich klar zu den demokratischen, westlichen und europäischen Werten. Dazu zählt auch der Respekt für alle Formen des Familienlebens – und das bestimmte Entgegentreten jeglicher Art von Diskriminierung; insbesondere auch von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und Transgender-Personen. Deshalb ist aus Ressortsicht die Öffnung der Ehe zum Abbau der genannten Diskriminierung und zur Verbreiterung der gesellschaftlichen Akzeptanz und Vereinfachung der Verwaltung umgehend geboten. Es ist nicht verständlich, warum es zwei verschiedener Arten von PartnerInnenschaft bedarf. Zudem gibt es zwischen Ehe und eingetragener Partnerschaft noch immer dutzende rechtliche Unterschiede, wie die UnterzeichnerInnen der Bürgerinitiative richtig darlegen. Auch im Lichte der Judikatur des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sollte Österreich proaktiv weitere Verurteilungen und damit Menschenrechtsverletzungen durch Vereinheitlichung der Rechtslage hintanhalten." (22.8.2016)
"Rechtliche Gleichstellung und gesellschaftliche Akzeptanz sind das Fundament moderner rechtsstaatlicher Demokratien. Die Vielfalt unserer Gesellschaft, auch im Hinblick auf Lebensgemeinschaften und sexuelle Orientierung, sollte auch rechtlich vollständig anerkannt und geschützt werden. Der Frau Bundesministerin für Gesundheit und Frauen ist es ein Anliegen, sich für den Respekt für alle Formen des Zusammenlebens einzusetzen und entschieden gegen jegliche Form der Diskriminierung einzutreten. Aus Sicht des Ressorts spiegelt die Forderung nach einer Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare längst die Meinung einer großen Mehrheit der Österreicherinnen und Österreicher wider. Die Öffnung der Ehe würde eine wichtige rechtliche wie auch symbolische Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare bedeuten. Im Sinne der Gleichbehandlung, der Anti-Diskriminierung und des Respekts für unterschiedliche Lebensentwürfe wäre die Umsetzung der Forderung somit ein wichtiger Schritt." (16.8.2016)

Nach dem überwältigenden Votum der irischen Bevölkerung zur Öffnung der zivilen Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare, wurde, so wie in Deutschland und in der Schweiz, auch in Österreich eine Volksinitiative für die Ehegleichberechtigung gestartet.
Anders als im Großteil der westlichen Welt, ist es in Österreich zwei Männern oder zwei Frauen immer noch verboten zu heiraten.Immer noch gibt es zwei getrennte Partnerschaftsverträge für heterosexuelle Paare einerseits und für homosexuelle Paare andererseits. Einen Partnerschaftsvertrag für verschiedengeschlechtliche Paare, der am Standesamt eingetragen wird (die Zivilehe), und einen Partnerschaftsvertrag für gleichgeschlechtliche Paare, der auf der Bezirkshauptmannschaft (bzw. in den Statutarstädten am Magistrat) eingetragen wird (die eingetragene Partnerschaft).

Wir empfinden diese Trennung im 21. Jahrhundert als unerträgliche Diskriminierung und fordern die sofortige Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare auch in Österreich!


14 THESEN FÜR DIE EHE

Das Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare ist aufzuheben, weil


1. weil "Ein Recht für alle" das Grundprinzip der Gerechtigkeit darstellt, das wir alle bereits in frühen Kindheitsjahren lernen,

2. weil zwei Gruppen von Recht für zwei Gruppen von Menschen zutiefst diskriminierend ist,

3. weil es auch kein Finanzamt für Menschen mit weißer Hautfarbe und ein anderes getrenntes Finanzamt für Menschen mit schwarzer Hautfarbe gibt. Das wäre als schwerst diskriminierend auch dann geradezu undenkbar, wenn die Steuer für beide Gruppen gleich hoch wäre.

4. weil der Europäische Menschenrechtsgerichtshof bereits 2010 ausgesprochen hat, dass das Recht auf Eheschließung (Art. 12 Abs. 1 der Europäischen Menschenrechtskonvention) auch auf gleichgeschlechtliche Paare anwendbar ist (Schalk & Kopf v Austria 2010 par. 61).

5. weil das EU-Parlament die Frage der Ehegleichheit zur Menschenrechtsfrage erklärt hat,

6. weil bereits in 21 Staaten der westlichen Welt (darunter ganz West- und Nordeuropa) zwei Männer bzw. zwei Frauen heiraten dürfen,

7. weil die Eingetragene Partnerschaft ein Institut zweiter Klasse ist, mit immer noch 33 Unterschieden zur Zivilehe,

8. weil, selbst dann, wenn alle diese 33 Unterschiede beseitigt würden,
(a) sich eingetragene Partner beispielsweise bei der Arbeitssuche (durch Angabe des Personenstandes "in eingetragener Partnerschaft/nach aufgelöster eingetragener Partnerschaft/nach verstorbenem eingetragenen Partner" anstatt
"verheiratet/geschieden/verwitwet") als homosexuell zwangsouten müssten,
(b) die eingetragene Partnerschaft in Ländern mit gleichgeschlechtlicher Ehe (bspw. in den USA) nicht anerkannt wird,
(c) das Parallelregime (Standesamt einerseits, Bezirkshauptmannschaften/Magistrate andererseits) für die gleiche Sache (staatliche Registrierung von Partnerschaftsverträgen) eine unnötige Verwaltungsaufblähung und Steuergeldverschwendung darstellt,

9. weil 3/4 der ÖsterreicherInnen (quer durch alle Bevölkerungsschichten) die Aufhebung des Eheverbots befürworten (Gleiches Recht für gleiche Liebe),

10. weil die Fähigkeit, Kinder zu zeugen, keine Bedingung für die Eingehung einer Zivilehe ist, und auch die katholische Kirche seit jeher Ehen ohne Kinderzeugungsmöglichkeit oder -willen zugelassen hat (Ehen von Frauen nach dem Wechsel, Ehen am Sterbebett, (Josefsehen),

11. weil es seit 2006 bereits rechtsgültige gleichgeschlechtliche Ehen in Österreich gibt (nach Änderung des Geschlechts eines/r PartnerIn), und es nicht verständlich ist, warum man erst nach einer Geschlechtsänderung gleichgeschlechtlich verheiratet sein darf,

12. weil in anderen Mitgliedstaaten der Europäischen Union geschlossene gleichgeschlechtliche Ehen in Österreich mit großer Wahrscheinlichkeit als Ehen anerkannt werden müssen, wodurch die Beibehaltung des Eheverbots eine Diskriminierung der ÖsterreicherInnen gegenüber anderen EU-BürgerInnen darstellen würde,

13. weil Österreich das einzige (!) Land der Welt ist, das gleichgeschlechtlichen Paaren die gleichen Rechte einräumt, eine Familie zu gründen (Adoption, künstliche Befruchtung, automatische Elternschaft und Mutterschaftsanerkennung bei lesbischen Paaren) wie verschiedengeschlechtlichen Paaren, ihnen aber immer noch die Ehe verbietet; dadurch wird (entgegen den Empfehlungen beispielsweise von UNICEF ) den Kindern gleichgeschlechtlicher Eltern der Vorteil verheirateter Eltern verweigert und sie (anders als Kinder verschiedengeschlechtlicher Eltern) zwangweise zu unehelichen Kindern gemacht,

14. einfach, weil es unsere Gesellschaft gerechter und menschlicher macht, daher richtig ist und Österreich weiter bringt.


Statements zur Eheöffnung
für gleichgeschlechtliche Paare

Christian & Sven
Liebe macht keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Liebe ist dort, wo sie hinfällt. Diese unsere Liebe wollen wir bekunden, dazu stehen dürfen, nach innen so wie auch nach außen. Dazu gehört für uns auch das Ja-Wort einander zu geben. Aber nicht in einer Bezirkshauptmannschaft zwischen Besenkammer und Jagdressort in einem stickigen Büro, in einer extra für uns in Österreich geschaffenen, diskriminierenden und uns in vielen Punkten benachteiligenden Form – nämlich der „Eingetragenen Partnerschaft“ – sondern im Standesamt, diesem wunderschönen Anlass angemessen und in aller unserer Liebe gebührender Würde. Es gibt schließlich auch keine „Ehe für andere Rassen“ oder eine „Ehe für andere Religionen“ oder eine „Ehe für beeinträchtigte Menschen“. Die Ehe ist für uns ein Bund zwischen zwei Menschen die sich lieben und für einander Verantwortung übernehmen wollen. Dabei spielt das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung keinerlei Rolle.



Albin & Andreas
Warum uns die Ehe wichtig ist? Weil wir nicht wie Menschen zweiter Klasse gesehen werden möchten. Es hat sich viel in den letzten Jahren in unserem Land getan, jedoch gehe ich mit meinem Mann nicht Hand in Hand durch die Stadt. Wir machen es nicht, weil wir einfach nicht provozieren möchten um nicht blöd angeredet zu werden. Wenn wir in London, Brüssel oder NYC sind, ist das so normal wie sonst was, wenn homosexuelle Menschen händchenhaltend durch die City gehen und sich küssen, dort machen wir das dann auch! Bei uns noch nicht - und das liegt nicht an der Größe der Stadt, sondern an unserer Politik und der Kirche. Wenn jedoch die Ehe für alle geöffnet würde, würde sich auch an der Akzeptanz etwas ändern und homosexuelle Menschen müssten keine Angst vor blöden Sprüchen oder Gewalt haben. Wir sind für die Öffnung der Ehe weil wir uns lieben und bis zum Ende unserer Tage für einander da sein werden. Wir tragen Verantwortung für einander und stehen zu uns!



Harald
Warum soll eines meiner Kinder nicht heiraten dürfen? So wie ich für alle meine Kinder dieselbe Liebe empfinde und sie gleich behandle, so haben sie doch auch diese gleiche Behandlung vom Staat verdient. Warum macht der Staat da wo ich als Elternteil keinen Unterschied mache zwischen meinen Kindern einen so gravierenden Unterschied und verbietet einem meiner Kinder die Ehe? Das verstehe ich nicht. Und damit bin ich nicht einverstanden. Alle meine Kinder haben dieselben Pflichten, sowohl innerhalb der Familie als auch im Staat, warum bekommen sie nicht auch dieselben Rechte im Staat? Nur weil mein Sohn einen Mann liebt? Das ist doch schlichtweg banal, reine Schikane, diskriminierend und vor allem vollkommen haltlos! Ich wünsche mir für mich, für meine ganze Familie und vor allem für meinen Sohn, dass ich ihn eines Tages ins Standesamt begleiten darf und Zeuge werden darf vom größten und schönsten Moment seines Lebens.


Fabienne
Warum ich eines Tages meine Traumfrau heiraten möchte:
Klar können zwei Menschen für immer zusammen bleiben, auch ohne den Bund der Ehe einzugehen. Doch für mich geht es bei der Ehe nicht nur um eine Absicherung, eine Unterschrift oder darum allen zu zeigen was für eine tolle Hochzeit  veranstaltet werden kann. Nein, für mich geht es viel mehr um das UNS und ja zueinander zu sagen.  Eines Tages, möchte ich meiner Freundin, den schönsten Heiratsantrag machen und sie somit zu Tränen rühren. Ich möchte ihr sagen, wie sehr ich sie liebe und dies möchte ich durch unsere Hochzeit auch allen Verwandten & Bekannten mitteilen. Sie sollen auch teilhaben dürfen, an meinem Glück, die beste Frau der Welt gefunden zu haben. Natürlich darf auch ein großes Fest nicht fehlen, denn was könnte schon mehr zu feiern sein, als die Liebe des Lebens gefunden zu haben, die ganz nebenbei auch noch JA gesagt hat? Last but not least, Liebe kennt kein Geschlecht, also warum soll es weiterhin Diskriminierung geben, ich bin für Love and Peace for everyone.


Manuela
Ich als Mutter möchte es gern erleben das meine Tochter mal heiratet und das auch wenn sie sich zur Homosexualität bekennen würde. Ich bin so erzogen worden, jeden Menschen so zu akzeptieren und zu tolerieren wie er ist. Wieso kann der Staat das nicht auch? Ich kann nicht verstehen warum über das Heiraten bei Homosexuellen so viel diskutiert wird, bzw. warum es noch immer nicht überall offiziell erlaubt ist, dass homosexuelle Paare heiraten dürfen. Liebe ist Liebe egal welches Geschlecht, welche Sexualität man bevorzugt.


Nadine
Mensch ist Mensch und so sollte auch jeder behandelt werden. Völlig egal wen er liebt! Was gibt es schöneres, als in glückliche Gesichter blicken zu dürfen. Liebe sollte nicht eingeschränkt, niemand benachteiligt oder diskriminiert werden, nur weil dieser scheinbar nicht der Norm entspricht. Ich kenne viele Paare, darunter auch einige Homosexuelle und ich würde keinen von ihnen missen wollen. Denn sie sind wie jeder andere auch LIEBENDE MENSCHEN!




Sarah & Franziska
Es sollte der schönste Tag unseres gemeinsamen Lebens werden. Freunde, Familie, Bekannte und Verwandte wurden zu diesem Anlass eingeladen. Die Vorbereitungen dauerten Monate und kosteten uns viel Zeit und Kraft. Als der Tag gekommen war, konnten wir unsere Aufregung und Freude kaum fassen. Endlich durften wir ein Bund für’s Leben eingehen. Endlich durften wir vor all unseren Gästen zeigen, dass wir nicht nur eine Phase durchmachten. Endlich durften wir uns gegenseitig Ringe an die Finger stecken, um zu zeigen, dass wir von nun an für einander reserviert waren. Leider sollte an diesem Tag nicht alles derartig reibungslos ablaufen. Wir betraten nämlich am Standesamt nicht den „Trauungssaal“, sondern – und dies wurde mehrfach betont – den „Amtsraum“. Wie romantisch. Die Standesbeamtin behandelte uns als Menschen dritter Klasse, denn nicht nur einmal wurde laut vor all unseren Gästen und noch schlimmer vor uns gesagt, dass wir „sozusagen“ ein Paar seien und „sozusagen“ hier sind, um einen Bund einzugehen. Es wird Zeit, dass wir in Österreich den Schritt in das 21. Jahrhundert machen und den anderen Weltmetropolen folgen. Die Ehe für alle ist ein nötiger Schritt, um zu zeigen, dass diese Homophobie nicht weiter von unserem Österreich getragen werden kann und noch schlimmer unterstützt wird.


Angi
Ich verstehe die ganze Aufregung um die Ehe für Homosexuelle überhaupt nicht. Warum sollen sie denn nicht heiraten dürfen? Sind sie denn schlechtere Menschen als andere? Ich selbst bin zwar nicht homosexuell, aber ich habe die Bürgerinitiative unterschrieben aus tiefster Überzeugung, dass jeder Mensch vor dem Gesetz gleich viel wert sein muss. Und dann muss auch das gleiche Recht für jeden gelten. Die Ehe ist für mich eine Verbindung zweier Menschen die füreinander Verantwortung übernehmen. Können und wollen das denn Homosexuelle in ihren Beziehungen etwa nicht? Ich kenne auch nach langem Überlegen kein Argument, das begründen würde warum diese dann nicht heiraten können oder dürfen. Das ist einfach Schwachsinn und Österreich sollte hier nicht auch wieder das letzte Land Europas sein, das für Gleichberechtigung und Akzeptanz in seinem Land einsteht.


Yasmin
Sogar Amerika hat es geschafft, warum schafft es dann nicht auch Österreich? Das ging mir durch den Kopf als ich die News geschaut habe. Liebe ist Liebe das ist es was ich immer sage, Nur weil jemand Homosexuell ist, ist dieser Mensch nicht gleich eigenartig. Ich wünsche mir vom ganzen Herzen, das später meine Kinder und ich miterleben dürfen, dass gleichgeschlechtliche Ehe überall erlaubt und akzeptiert wird.


Eva
Die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist ein Recht, dass in einem modernen Staat schon längst hätte eingeführt werden müssen. Nun ist es Zeit, dass die Toleranz, die in Österreich groß geschrieben wird auch gelebt wird.


Stefanie
Es ist für mich unverständlich warum sich manche so dagegen wehren, die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich zu legalisieren. Manche Menschen sind meiner Meinung nach sehr intolerant oder nicht richtig aufgeklärt.  Es sollte mal darüber nachgedacht werden, wohin uns diese Intoleranz bereits gebracht hat!? Diskriminierung und Streit - früher sowie auch heute. Wir als "Land Österreich" haben eine Chance, eine Chance die Welt ein kleines Stück besser zu machen, indem vielen Menschen ein Herzenswunsch erfüllt werden kann. Wir können diesen Menschen ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Macht uns das nicht selbst auch ein Stück weit glücklicher? Freude bzw. Lächeln soll ja ansteckend sein :). Wir sind alle Menschen. Menschen lieben und haben vielfältige Bedürfnisse. Der Mensch ist ein sehr individuelles Wesen. Jeder Mensch ist anders und sollte so akzeptiert werden, wie er ist. Dieser Schritt ist schon längst überfällig. Wen man liebt, darauf hat keiner Einfluss. Die Liebe ist da, wo sie hinfällt! Ich wäre zutiefst enttäuscht und verletzt, wenn ich statt meiner wundervollen Traumhochzeit mit atemberaubender Zeremonie und romantischem Eheversprechen, meine Ehe in einem stickigen Büro hinter mich bringen müsste. Und das nennt sich dann auch nicht Ehe sondern lediglich eingetragene Partnerschaft. Ich kann die Homosexuellen daher mehr als gut verstehen, wenn sie damit nicht einverstanden sind.


Elena & Karo
Mensch ist Mensch: WIR wollen uns das Ja Wort geben können in wunderschöner Atmosphäre, und nicht in einem stickigen Büro wo wir behandelt werden wie Menschen dritter Klasse und nur einen "Vertrag" unterschreiben. Traurig genug das man im 21. Jahundert überhaupt noch darüber diskutieren muss ob oder ob nicht. Man erwartet von uns allen das wir alle gleich behandeln, egal ob schwarz, weiß, Ausländer oder nicht Ausländer. Warum macht man dann einen Unterschied zwischen Heterosexuellen und uns Homosexuellen? Ist es die Vorstellung wie zwei Frauen oder Männer Sex haben?! Einen anderen Grund dafür können wir uns nicht erklären. Schade das meine Oma mit 81 Jahren mit einer sehr konservativen Einstellung zum Leben das problemlos akzeptiert und meine Partnerin gleich behandelt wie mich, aber die Politik nicht in der Lage ist uns auch die selben Rechte zu geben. Denn ich bin überzeugt, wenn die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet wird wäre das ein Signal der Politik an die Bevölkerung. Und dass wir dann gleichberechtigt wären hätte auch irgendwann zur Folge, dass man uns nicht mehr schräg ansieht wenn wir Hand in Hand spazieren gehen. Wahre Liebe gibt es nicht nur zwischen Mann und Frau; nein auch zwischen Frau & Frau o. Mann & Mann. Ich durfte meine wahre Liebe kennenlernen und ich möchte Ihr genauso eine Prinzessinnen-Hochzeit ermöglichen können und endlich den Bund der Ehe eingehen können mit allem was dazugehört. Wir möchten aber auch die gleichen Rechte haben wie Heterosexuelle. Es wird Zeit das Österreich endlich den Schritt ins 21 Jahundert wagt!!!


Sabine & Martin
Für uns gab es noch nie einen Unterschied zwischen Homosexuell, Bisexuell, Heterosexuell etc. es geht doch einzig und allein um den Menschen! Daher fragen wir uns, warum Homosexuelle in Österreich zwar dieselben Pflichten haben wie alle, bei den Rechten es aber an allen Ecken und Enden fehlt. Ganz besonders auffallend sind die Diskriminierungen wenn es um das Thema Ehe geht. Warum sollten zwei Menschen die sich lieben, nicht den Bund der Ehe eingehen dürfen, nur weil sie gleichgeschlechtlich lieben? Oder gehen wir noch einen Schritt weiter, ich selbst habe eine leitende Position und wenn ich Bewerbungen bekomme, fällt mir natürlich sofort auf, wenn jemand verpartnert ist. An sich ist ja nichts dabei, denn für mich macht es wie gesagt keinen Unterschied mit wem man zusammen ist. Aber ist es nicht komisch, dass Homosexuelle bereits während oder vor dem Bewerbungsgespräch zwansgeoutet werden, heterosexuelle Menschen hingegen selten über ihre Beziehungen ausgefragt werden. Ganz bewusst beschäftige ich mich noch intensiver mit diesem Thema, seit sich meine Tochter mit 15 Jahren bei mir geoutet hat. Natürlich wünsche ich mir nichts mehr für sie, als dass sie eines Tages auch die Liebe ihres Lebens findet und selbstverständlich würde ich mich auch sehr freuen, wenn es ihr eines Tages möglich wäre zu heiraten. Ich könnte jetzt noch 100 Argumente aufzählen, warum die Ehe endlich für alle geöffnet werden sollte, aber eigentlich gibt es nur ein einziges Argument: Man verliebt sich nicht in eine Frau oder einen Mann, sondern in einen Menschen.


Stefanie
Wieso gibt es bei diesem Thema bloß so viele Diskussionen? Hat die Welt nicht größere Probleme?? Es ist ja eigentlich ein Armutszeugnis, das im Jahre 2015 immer noch Menschen diskriminiert werden, sei es für ihre Hautfarbe, ihre Homosexualität oder ihre Herkunft. Die Gesellschaft ist bunt und vielfältig geworden!!! So wie die Familien und Paare, die endlich das gleiche Recht haben wollen, ihre Liebe mit dem Bund fürs Leben zu besiegeln. Wenn zwei Menschen sich lieben sollten sie auch heiraten dürfen ohne wenn und aber. Gleiches Recht für alle! Mit allen Rechten und Pflichten! Ich selbst bin nicht homosexuell, aber ich habe in meinem Bekanntenkreis einige Paare die es sind und diese sind in jeder Hinsicht eine Bereicherung für mich und meine Familie!! Für mich sind alle Menschen gleich und ich versuche auch meine Kinder so zu erziehen das sie keine Unterschiede machen und nicht andere Menschen diskriminieren.


Josef & Günther
Wir beide wollen die Ehe für alle, weil wir Menschen sind die sich lieben, das Leben teilen wollen, die Sonnen- und auch die Schattenseiten gemeinsam durchleben. Wir wollen nicht ständig als Außenseiter gesehen werden nur weil wir beide dasselbe Geschlecht haben. Wir wollen nicht nur die gleichen Pflichten sondern auch die gleichen Rechte.


Markus
Ich bin für gleiches Ehe-Recht, weil wir es als Gesellschaft feiern sollten, wenn zwei Menschen sich lieben und Verantwortung füreinander nehmen, aber leider immer noch so verbohrt sind, stattdessen Ungleichbehandlungen zu zelebrieren. Ich bin für gleiches Ehe-Recht, weil die Selbstverständlichkeit rechtlicher Gleichbehandlung einer der wichtigsten Impulse ist, um auch gesellschaftliche Selbstverständlichkeit zu schaffen. Wenn Liebespaare sich noch immer fürchten müssen, Hand in Hand eine Straße entlang zu spazieren, hat unsere Gesellschaft nämlich von Liebe ganz grundsätzlich keine Ahnung. Ich bin für gleiches Ehe-Recht, weil ich mich immer darüber freue, wenn Menschen ohne Einschränkung glücklich sein dürfen. Wer gegen gleiches Ehe-Recht ist, will letztlich, dass Menschen unglücklich sind. Und dieser gesellschaftspolitische Sadismus muss endlich aufhören!


Johannes

Ich bin dafür;
Dafür, dass Menschen sich lieben und zu ihrer Liebe öffentlich stehen können.
Ich bin dagegen;
Dagegen, dass Menschen  ihre Liebe zueinander in der Öffentlichkeit geheim halten müssen.
Ich bin dafür;
Dafür, dass gleichgeschlechtlich Liebende die gleichen Rechte haben, wie heterosexuell Liebende.
Ich bin dagegen;
Dagegen, dass gleichgeschlechtlich Liebenden der Weg zum Standesamt verwehrt wird.

Ich bin dafür.... Ehe für alle!


Michaela
Warum wird vom Staat für die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Paare eine Grenze gezogen? Wir haben dass Glück in einem freien, friedlichen und fortschrittlichen Land zu leben in dem jeder Mensch als gleichwertig angesehen wird. Egal welchem Geschlecht oder welcher Rasse er angehört.  Es ist etwas wunderschönes wenn sich zwei Menschen finden und lieben.  Die liebe die wir Menschen füreinander empfinden ist etwas reines und soll gefeiert werden. Dies macht uns zu Menschen.



Geschichte der parlamentarischen Bürger*inneninitiative EHE GLEICH!

Der Start
Nachdem im erzkatholischen Irland am 22. Mai 2015 per Volksabstimmung mit einem fulminanten JA! der Bevölkerung für die Öffnung der Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare entschieden wurde und darauf folgend sofort in Deutschland und der Schweiz entsprechende Petitionen und Initiativen gestartet wurden um auch endlich im Herzen Europas die Diskriminierung durch das Eheverbot für gleichgeschlechtlich liebende Menschen zu beenden, wurden die Stimmen einiger NGO´s in Österreich laut, hier nachzuziehen und auch in Österreich derartige Petitionen oder Initiativen umzusetzen.

Der Verein Vielfalt mit Obmann Sven Alexander Hofer war eine dieser Organisationen die mit lauter Stimme einforderten, was Irland umsetzte und woran die NGO´s in Deutschland und der Schweiz bereits arbeiteten: Eine landesweite Initiative und Petition mit dem Ziel, Druck aus der Bevölkerung auf die Politik zu machen um die Ungleichbehandlung im österreichischen Eherecht gegenüber homosexuellen Menschen endlich zu beenden.

Sven Alexander Hofer nahm am 29. Mai 2015, auf der Suche nach einem geeigneten Partner für eine BürgerInnen-Petition, mit dem Rechtskomitee Lambda Kontakt auf und bat dieses um Mithilfe:
"Würdet ihr uns unterstützen und uns behilflich sein eine Petition in Österreich zur Eheöffnung zu starten? (...) In Deutschland und der Schweiz wurden nun überall Petitionen gestartet. Nur bei uns passiert nicht viel. Das würden wir gern ändern aber wir brauchen einen starken Partner. LG Sven Alexander Hofer (Obmann Verein Vielfalt)"

Das RKLambda startete daraufhin die BürgerInneninitiative "Ehe-Gleich!" welche am 5. Juni 2015 online gestellt wurde (www.ehe-gleich.at) und nur einen Tag später bei der Christopher Street Day Parade in Innsbruck die für den Gang ins Parlament notwendigen 500 Unterschriften in Papierform zusammen hatte.

Innerhalb von nur 2 Wochen wuchs die Zahl der unterstützenden NGO´s und Organisationen auf stolze 38 an und man konnte bereits zu diesem Zeitpunkt von einer der größten, gemeinsamen Initiativen der LGBT* Bewegung Österreichs sprechen!

Ab dem 6. Juni begannen die Mitarbeiter der unterstützenden NGO´s, aber auch viele unzählige Firmen und Privatpersonen in ganz Österreich, bei der Bevölkerung für die Aufhebung des Eheverbotes für gleichgeschlechtliche Paare zu werben und Unterstützer für die Bürgerinitiative zu gewinnen.

       

So kamen knapp 15.000 (!!) Unterschriften in Papierform zusammen und die benötigten 500 Unterschriften für den Gang ins österreichische Parlament wurden um ein Vielfaches und bei weitem übertroffen!
17.7.2015:
1. Vernetzungstreffen der unterstützenden NGO´s in Wien

RKL Präsident RA Dr. Helmut Graupner, Vielfalt Obmann Sven Alexander Hofer, LGBT Referentin der Grünen Mag.a Mariella Müller, Leiter der WASt (Wiener Antidiskriminierungsstelle) Mag. Wolfgang Wilhelm, RKL Projektleiter der Bürgerinitiative Gerd Brandstätter und weiteren Teilnehmern aus den unterstützenden Organisationen.



21. Juni 2015:
Die Tiroler Tageszeitung berichtet erstmalig über die Bürgerinitiative EHE-GLEICH!


5. 8. 2015:
Pressekonferenz zur Übergabe der über 14.400 schriftlichen Unterstützer-Unterschriften an das österreichische Parlament in Wien

 
3. 9. 2015
Pressefrühstück zur Bürgerinitiative EHE GLEICH! im Standesamt in Wien

 

17. 11. 2015:
Petitionsausschuß des Nationalrates fordert Regierung einstimmig auf, das Eheverbot zu rechtfertigen!

Der Petitionsausschuß des Nationalrates hat die Beratung der Bürgerinitiative "Ehe Gleich!" zur Aufhebung des Eheverbotes für gleichgeschlechtliche Paare begonnen.
Einstimmig hat der Ausschuss sowohl Justizminister Brandstetter als auch Familienministerin Karmasin aufgefordert, zur Forderung der Bürgerinitiative Stellung zu beziehen.
Bis zur nächsten Sitzung des Parlamentsausschusses Anfang 2016 haben die beiden ÖVP-Minister nun Zeit, das Eheverbot zu rechtfertigen.
Die Bürgerinitiative Ehe Gleich! ist bereits jetzt mit rund 45.500 Unterschriften (rund 15.000 auf Papier, über 30.500 online)
eine der erfolgreichsten Bürgerinitiativen überhaupt!


13. 8. 2015
Bürgerinitiative EHE GLEICH online auf der Homepage des Österreichischen Parlaments!
Bereits am ersten Tag haben weit über 3000 Bürger und Bürgerinnen ihr JA zur Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare abgegeben!
Darunter sind auch viele Österreicher aus aller Welt, aus San Francisco genauso wie aus Canada oder aus Irland. Geradezu im Minutentakt steigt die Zahl der Unterstützer seit die Bürgerinitiative EHE GLEICH online ist!


10. 11. 2015:
UN Menschenrechtsrat empfiehlt Österreich, die Ehe zu öffnen!

Der Druck auf die Österreichische Politik in Sachen Gleichstellung und Eheöffnung für gleichgeschlechtlich L(i)ebende kommt nicht nur durch die Bürgerinitiative EHE GLEICH!, die bereits von über 45.000 BürgerInnen unterzeichnet wurde, er kommt nun auch von der UNO:

Gleichgeschlechtliche Ehe eingemahnt:
Ein zweiter Schwerpunkt der Empfehlungen der UNO an Österreich widmet sich Diskriminierung nach Geschlecht und sexueller Orientierung. Sehr deutlich wird das - vorerst inoffizielle - Papier beim letzteren Punkt: Es wird empfohlen, „gleichgeschlechtlichen Paaren das Recht zu heiraten zu gewähren“.

30.11.2015:
Die Kinder von fünf gleichgeschlechtlichen Paaren haben vor dem Wiener Verwaltungsgericht gegen die Bestimmung geklagt
– vertreten von ihren Eltern. Denn: Sie gelten im Ausland als uneheliche Kinder.

Rechtsanwalt Helmut Graup­ner, der die Familien vertritt, erklärt: „2012 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) sein Okay für das Verbot mit den verschiedenen Ausrichtungen von Ehe und Eingetragener Partnerschaft argumentiert.“ Die Ehe ist auf Nachwuchs ausgerichtet, die EP nicht. Mit der rechtlichen Gleichstellung bei Adoption ab 2016 und Erlaubnis der künstlichen Befruchtung und Samenspende ist dieser Unterschied aber nicht mehr gegeben.


15. 3. 2016:
Bundespräsidentinnen-Kandidatin Frau Dr. Irmgard Griss unterzeichnet die Bürgerinitiative EHE GLEICH!

Dr.in Irmgard Griss (li) unterzeichnet die Bürgerinitiative EHE GLEICH! unter Artikel 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte:

 
"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt
und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen."

Rechts im Bild: Dr. Helmut Graupner

26.11.2015:
Kinder- und Jugendanwaltschaft Wien fordert Gleichbehandlung aller Familien

Die rechtliche Situation in Österreich benachteiligt nicht nur die Rechte der Eltern, sondern wirkt sich auch auf die Situation der Kinder aus. Das Gesetz bringt sie gegenüber anderen Kindern in eine unterschiedliche Situation. Das Eheverbot für ihre Eltern vermittelt ihnen, dass ihre Familien nicht vollständig gleichwertig gegenüber den Familien anderer Kinder seien. Auch UNICEF und beispielsweise auch die Vereinigung der amerikanischen Kinderärzte treten daher für die vollständige rechtliche Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften und Familien ein. Denn diese Gleichstellung stärkt das Selbstbewusstsein der Kinder, baut Diskriminierung ab und fördert damit das Kindeswohl. Gleichgeschlechtliche Paare sind in Österreich ab dem nächsten Jahr bei ihrer Familiengründung den heterosexuellen Paaren komplett gleichgestellt. Eine Gleichstellung besteht bereits jetzt bei der Stiefkindadoption, im Bereich der medizinisch unterstützten Fortpflanzung, der automatischen gemeinsamen Elternschaft sowie bei der Elternschaftsanerkennung; ab dem nächsten Jahr auch volle Adoptionsrechte. Aus diesem Grund ist es auch nicht nachvollziehbar so Pinterits und Nik Nafs, dass die Eltern der Kinder in diesen Familien nach wie vor nicht heiraten dürfen. In ganz West- und Nordeuropa, in Nordamerika und dem Großteil von Südamerika sowie auch in anderen Ländern besteht dieses Heiratsverbot nicht. Alle Menschen, so wie in der Menschenrechtskonvention auch vorgesehen, sollten die gleichen Rechte besitzen: dazu gehört auch das Recht eine Ehe schließen zu können, dies forderte auch vor kurzem der UN-Menschenrechtsrat von Österreich.


02.03.2016:
Parlamentskorrespondenz Nr. 193:

SPÖ will Hearing über Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare!

Anders als im Großteil der westlichen Welt dürfen in Österreich zwei Männer oder zwei Frauen immer noch nicht heiraten (85/BI), kritisiert eine Bürgerinitiative. Während verschiedengeschlechtliche Paare am Standesamt eine Zivilehe schließen können, gebe es für gleichgeschlechtliche Paare nur die Möglichkeit einer eingetragenen Partnerschaft, die aufgrund der zahlreichen Unterschiede nur als Institut zweiter Klasse angesehen werden könne. Eine solche Unterscheidung ist nach Ansicht der UnterzeichnerInnen im 21. Jahrhundert eine unerträgliche Diskriminierung, weshalb die sofortige Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare auch in Österreich gefordert wird. Dies werde laut Umfragen auch von drei Vierteln der ÖsterreicherInnen unterstützt, zeigte Grün-Abgeordneter Julian Schmid auf. Auch SPÖ-Mandatarin Petra Bayr würde sich in dieser Frage ein selbstbewussteres Parlament wünschen, das nicht immer erst dann reagiert, wenn entsprechende Urteile von internationalen oder nationalen Höchstgerichten vorliegen, die in der Folge gesetzliche Maßnahmen erfordern. Um diesem wichtigen gesellschaftspolitischen Thema mehr Aufmerksamkeit zum widmen, werde ihre Fraktion dazu für die Sitzung des Petitionsausschusses am 30. Juni ein Hearing beantragen. Sie hätte sich allerdings gewünscht, dass über die Frage der Aufhebung des Eheverbots für gleichgeschlechtliche Paare ausführlich in einem generellen parlamentarischen Hearing debattiert worden wäre."


30.6.2016:
Anhörung mit Helmut Graupner zur Initiative "Ehe gleich!" mit aktuell schon 50.000 Unterstützungerklärungen heute Vormittag im Petitionsausschuss des Nationalrates, u.a. mit Mario Lindner, Ulrike Königsberger-Ludwig, Katharina Kucharowits, Wolfgang Gerstl, Julian Schmid, Dziedzic Ewa, Michael Pock, Monika Juch und Mari Ella Freudensprung:

In seinem Eingangsstatement verwies er auf die internationale Entwicklung (Eheöffnung in den meisten Staaten der westlichen Welt), die Meinungsumfragen (über 75% der Bevölkerung Österreichs befürworten die Eheöffnung) und auch auf die zahlreichen Besuchstermine des RKL bei ÖVP-Abgeordneten, von denen nur zwei die Eheöffnung explizit ablehnten, selbst Mitterlehner und Lopatka zeigten sich "persönlich" offen in dieser Frage. Abgeordnete von SPÖ, Grüne und NEOS befürworteten in ihren Statements klar die Eheöffnung, während ÖVP-Abgeordnete darauf verwiesen, dass sie gemäß jüngster Entscheidung des EGMR in Straßburg ja nicht "müssten". Helmut Graupner ging dann auf weitere Fragen ein (u.a. zu den noch offenen Diskriminierungen, dem Zwangsouting durch den Personenstand "in eingetragener Partnerschaft" usw.) und stellte abschließend fest: "Die Eheöffnung wird kommen - sie können nun aber entscheiden, auf welcher Seite der Geschichte sie stehen." Im Anschluss beschloss der Petitionausschuss dazu die Einholung von Stellungnahmen von vier weiteren Ministerien (Bundeskanzleramt, Gleichstellung, Soziales und Inneres), diese werden dann wohl im Herbst vorliegen.


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